D10a1 - Was versteht man unter Mobbing?

Begriffsbestimmungen

Gemäß der zwischen den Tarifpartnern verhandelten und unterzeichneten Vereinbarung vom 25. Juni 2009 über Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz, die durch die großherzogliche Verordnung vom 15. Dezember 2009 als allgemeinverbindlich erklärt wurde, spricht man von Mobbing, „wenn eine unternehmenszugehörige Person sich gegenüber einem Arbeitnehmer oder Vorgesetzten wiederholt und vorsätzlich schuldhaft verhält, um zu bezwecken oder bewirken, dass:

  • dessen Rechte oder Würde verletzt werden;
  • dessen Arbeitsbedingungen oder berufliche Zukunft durch ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld beeinträchtigt werden;
  • dessen körperliche oder geistige Gesundheit beeinträchtigt werden.“

Gemäß Artikel 2 der Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. November 2000 zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für die Verwirklichung der Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf ist Mobbing wie folgt definiert:

„Mobbing ist eine Art der Diskriminierung, die vorliegt, wenn unerwünschte Verhaltensweisen, die mit einem der Gründe (Diskriminierung wegen der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung) in Zusammenhang stehen und bezwecken oder bewirken, dass die Würde der betreffenden Person verletzt und ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird.“

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