D10a9 - Muss ein Handlungswille des Täters nachgewiesen werden, um Mobbing zu beweisen?

Nein.

Die Begriffe „bezwecken oder bewirken“, die in der Definition von Mobbing verwendet werden, setzen voraus, dass seitens des Mobbers ein willentliches Verhalten oder eine schädigende Absicht nicht erforderlich sind, um den Fall als Mobbing einzustufen.

Mobbing setzt also keine Absicht seitens des Täters voraus.

Ungeschicktes Verhalten oder unangebrachte Personalentscheidungen können also Mobbing darstellen, und im Wiederholungsfall die Haftung des Täters auslösen, wenn diese Handlungen die Verletzung der Würde des Arbeitnehmers zur Folge haben.

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