D15a8 - Welche Unterlagen werden in der Regel verlangt, um eine Dienstleistung im Großherzogtum Luxemburg zu erbringen?

Generaldirektion KMU und Unternehmertum beim Ministerium für Wirtschaft

In der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und der Schweiz (gleichgestellte Staaten) niedergelassene Unternehmen müssen die Erbringung von gelegentlichen und vorübergehenden Dienstleistungen (handwerkliche oder industrielle Tätigkeiten) bei der Generaldirektion KMU und Unternehmertum des Ministeriums für Wirtschaft anzeigen.

Dieser Anzeige muss eine von der zuständigen Berufskammer des Herkunftslandes ausgestellte EG-Bescheinigung oder jeder sonstige Beleg, der nachweist, dass der Anzeigende ordnungsgemäß niedergelassen und befugt ist, die Dienstleistung, die er in Luxemburg anbieten will, in seinem Herkunftsland zu erbringen, beiliegen.

Nach Eingang der Vorabanzeige schickt die Generaldirektion KMU und Unternehmertum dem Dienstleister eine Eingangsbestätigung.

Die Arbeiten können jedoch beginnen, sofern Folgendes vorgelegt werden kann:

  • ein Nachweis für die Vorabanzeige bei der Generaldirektion KMU und Unternehmertum (Kopie des Schreibens, Eingangsbestätigung, Fax oder sonstiger Nachweis) und
  • die von den Behörden des Herkunftslandes vor höchstens 3 Monaten ausgestellte EG-Bescheinigung (Artikel 50.1 der Richtlinie 2005/36/EG) zur Beschreibung der Art der Tätigkeiten, zu deren Ausübung das entsendende Unternehmen in seinem Herkunftsland befugt ist

Anmerkung
Ausnahmen: Bei reglementierten Tätigkeiten, die Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Personen haben können, muss das Unternehmen jedoch die luxemburgischen Bedingungen für den Zugang zum Beruf erfüllen.

Dabei handelt es sich um folgende Handwerke:

  • Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagenbauer;
  • Zimmermann-Dachdecker-Blechschmied;
  • Elektriker;
  • Monteur von Personen- und Lastaufzügen, Fahrtreppen und Fördergeräten.

Bei diesen Handwerken kann die Erbringung der Dienstleistung nicht sofort nach der Vorabanzeige begonnen werden, sondern erst nach einer vorherigen Überprüfung der beruflichen Qualifikationen (gemäß der Richtlinie 2005/36/EG) und dem Erhalt der Eingangsbestätigung der Generaldirektion KMU und Unternehmertum.

In der EU, dem EWR oder der Schweiz niedergelassene Unternehmen sind hiervon nicht betroffen. Sie benötigen eine Niederlassungsgenehmigung der Generaldirektion KMU und Unternehmertum.

Unternehmen aus der EU, dem EWR oder der Schweiz, die gelegentlich oder vorübergehend Bestellungen abholen oder Dienstleistungen erbringen, die mit kaufmännischen oder freien Berufen zusammenhängen, müssen keine Anzeige einer Dienstleistung bei der Generaldirektion KMU und Unternehmertum des Ministeriums für Wirtschaft einreichen.

Nähere Informationen im Rahmen der Anzeige der Erbringung von gelegentlichen und vorübergehenden Dienstleistungen in Luxemburg (handwerkliche oder industrielle Tätigkeiten) können Sie der Website Guichet.lu entnehmen.

Einregistrierungs- und Domänenverwaltung

Es wird eine von der Einregistrierungs- und Domänenverwaltung ausgestellte MwSt.-Bescheinigung benötigt.

Sozialversicherungsträger im Herkunftsland

Für jeden Arbeitnehmer muss ein gesondertes Formular A1 bei den Sozialversicherungsträgern im Herkunftsland beantragt werden.

Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten

Vom Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten muss für jeden entsandten Arbeitnehmer, der nicht die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der EU, eines Vertragsstaats des Abkommens über den EWR oder der Schweiz (gleichgestellte Staaten) besitzt und über einen Zeitraum von einem Jahr für länger als 3 Monate nach Luxemburg entsandt wird, ein Aufenthaltstitel ausgestellt werden.

Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die zuständigen Behörden.

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