D15a48 - Welche Pflichten zur Anordnung und Inkenntnissetzung haben der Bauherr oder der Auftraggeber in Sachen Unterbringung eines von seinem üblichen Arbeitsplatz entfernten Arbeitnehmers?

Wird ein Bauherr oder Auftraggeber schriftlich vom Gewerbe- und Grubenaufsichtsamt davon in Kenntnis gesetzt, dass ein von seinem üblichen Arbeitsplatz entfernter Arbeitnehmer unter Bedingungen untergebracht ist, die gegen die Bestimmungen in Sachen Unterbringung von Arbeitnehmern, die von ihrem üblichen Arbeitsplatz entfernt sind, verstoßen, ordnet er dem Arbeitgeber dieses Arbeitnehmers sofort per Einschreiben mit Rückschein an, dieser Situation unverzüglich ein Ende zu setzen.

Diese Pflicht zur Anordnung, dem Verstoß ein Ende zu setzen, gilt ebenfalls gegenüber seinen Vertragspartnern, den direkten oder indirekten Unterauftragnehmern oder den Vertragspartnern der Unterauftragnehmer.

Das von der Anordnung betroffene Unternehmen muss schnellstmöglich per Einschreiben mit Rückschein bestätigen, dass es die Situation behoben hat. Es schickt dem Gewerbe- und Grubenaufsichtsamt unverzüglich eine Kopie seines Antwortschreibens.

Bleibt eine schriftliche Antwort des Unternehmens binnen einer angemessenen Frist unter Berücksichtigung der Dauer des Unterauftrags und binnen einer maximalen Frist von 15 Kalendertagen ab Mitteilung des oben genannten Verstoßes aus, setzt der Bauherr oder der Auftraggeber das Gewerbe- und Grubenaufsichtsamt sofort davon in Kenntnis.

Die Missachtung durch den Bauherrn oder Auftraggeber seiner Anordnungs- und Informationspflichten wird mit dem in Artikel L. 143-2. Absatz 1 vorgesehenen Bußgeld bestraft.

Diese Bestimmungen gelten nicht für Privatpersonen, die für persönliche Zwecke oder die Zwecke ihres Ehepartners oder Partners im Sinne von Artikel L. 233-16. bzw. ihrer Vor- oder Nachfahren einen Vertrag mit einem Unternehmen abschließen.

Zum letzten Mal aktualisiert am