D15a27 - Welche Strafen sind bei Schwarzarbeit vorgesehen?

Missachtungen seitens des entsendenden Unternehmens der Pflichten zur Anzeige der Entsendung, zur Übermittlung der erforderlichen Unterlagen sowie die Nichteinhaltung der Pflichten zur Überprüfung, Information und Aufforderung des Bauherrn oder Auftraggebers können mit einem Bußgeld zwischen 1.000 und 5.000 Euro pro entsandter Arbeitnehmer und zwischen 2.000 und 10.000 Euro im Wiederholungsfall binnen 2 Jahren ab dem Tag der Zustellung des ersten Bußgeldbescheids bestraft werden.

Der Gesamtbetrag des Bußgeldes darf 50.000 Euro nicht überschreiten.

Darüber hinaus können schwere Verstöße gegen die Bestimmungen der Artikel L. 010-1, L. 142-2, L. 142-3, L. 281-1, L. 291-2 et L. 291-3 sowie gegen die zu deren Durchführung verabschiedeten Verordnungen und Erlasse mit einer vom Direktor des Gewerbe- und Grubenaufsichtsamts verhängten Einstellung der Arbeiten bestraft werden. 

Ein Arbeitgeber, gegen den eine Geldbuße verhängt wurde und der die Zahlung der entsprechenden Beträge nicht binnen der durch Beschluss des Direktors festgesetzten Frist gezahlt hat, kann mit einer vom Direktor des Gewerbe- und Grubenaufsichtsamts verhängten Einstellung der Arbeiten bestraft werden.

Um die Einstellung der Arbeiten zu verkünden, berücksichtigt der Direktor des Gewerbe- und Grubenaufsichtsamts die Umstände und die Schwere des Verstoßes sowie das Verhalten des Zuwiderhandelnden.

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