D15a19 - Welche Unterlagen werden vom Zeitarbeitsunternehmen verlangt?

Man muss zwei Fälle unterscheiden:

  • Ein Zeitarbeitsunternehmen entsendet Zeitarbeitnehmer direkt an einen Kunden in Luxemburg, um dort Dienstleistungen zu erbringen.
  • Ein im Ausland ansässiges entsendendes Unternehmen greift auf Zeitarbeitnehmer eines Zeitarbeitsunternehmens zurück, das im gleichen Mitgliedstaat niedergelassen ist, und die Arbeitnehmer des entsendenden Unternehmens und die Zeitarbeitnehmer werden vom entsendenden Unternehmen an einen Kunden in Luxemburg entsandt, um dort Dienstleistungen zu erbringen.

Im ersten Fall muss das Zeitarbeitsunternehmen die in FAQ Nr. 15a5 genannten Pflichten erfüllen und im Besitz aller in FAQ Nr. 15a8 genannten Dokumente sowie der in Artikel L. 131-2 des Arbeitsgesetzbuchs (Link zu FAQ Nr. 2a3) erwähnten Genehmigung des Arbeitsministers sein, der auf Stellungnahme der Arbeitsagentur (Agence de Développement de l’Emploi) und des Gewerbe- und Grubenaufsichtsamts entscheidet.

Im zweiten Fall muss das Zeitarbeitsunternehmen nur die in FAQ Nr. 15a5 genannten Pflichten erfüllen und nur im Besitz der in FAQ Nr. 15a8 genannten Dokumente sein.

Das Gleiche gilt im Falle einer Bereitstellung von Arbeitnehmern im Rahmen einer vorübergehenden Arbeitnehmerüberlassung, außer dass es sich bei der im ersten Fall vorgesehenen Genehmigung um die in Artikel L. 132-1 des Arbeitsgesetzbuchs (FAQ Nr. 14a2) erwähnte Genehmigung handelt.

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