D15a10 - Gibt es Ausnahmen vom Grundsatz, dass die Bestimmungen über die Entsendung für alle Wirtschaftssektoren gelten?

Unternehmen, die Arbeitnehmer nach Luxemburg entsenden, müssen beim Gewerbe- und Grubenaufsichtsamt eine Entsendungsanzeige über die elektronische Plattform vornehmen, selbst wenn es sich um dringende und unvorhersehbare Reparatur- oder Wartungsarbeiten handelt.

Artikel L. 010-1 Absatz (1) Nummern 2 und 4 betreffend den sozialen Mindestlohn, die automatische Anpassung der Löhne an die Lebenskosten und den bezahlten Urlaub gelten nicht bei Entsendungen von Arbeitnehmern im Rahmen von Erstmontage- und/oder Einbauarbeiten, die Bestandteil eines Liefervertrags sind (beispielsweise im Rahmen des Aufbaus/Einbaus einer neuen Küche), für die Inbetriebnahme der gelieferten Güter unerlässlich sind und von Facharbeitern und/oder angelernten Arbeitnehmern des Lieferunternehmens ausgeführt werden, wenn die Dauer der besagten Arbeiten 8 Kalendertage nicht übersteigt.

Die vorbezeichnete Entsendungsdauer wird unter Berücksichtigung eines Bezugszeitraums von 12 Monaten berechnet. Bei der Berechnung dieses Zeitraums wird die von einem Arbeitnehmer, der einen entsandten Arbeitnehmer ersetzt, bereits zurückgelegte Entsendungsdauer berücksichtigt.

Die vorbezeichneten Vorschriften gelten jedoch nicht für Bauarbeiten, die der Errichtung, der Instandsetzung, der Instandhaltung, dem Umbau oder dem Abriss von Bauwerken dienen, insbesondere:

  1. Aushub;
  2. Erdarbeiten;
  3. Bauarbeiten im engeren Sinne;
  4. Errichtung und Abbau von Fertigbauelementen, darunter auch Sanitär- und Heizungsanlagen, Alarmanlagen und Leuchtreklamen;
  5. Einrichtung oder Ausstattung;
  6. Umbau;
  7. Renovierung;
  8. Reparatur;
  9. Abbauarbeiten;
  10. Abbrucharbeiten;
  11. Wartung;
  12. Instandhaltung (Maler- und Reinigungsarbeiten);
  13. Sanierung.

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