Beschäftigte im Bereich Bodenabfertigungsdienste an Flughäfen

Die folgenden Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für weitere Details sollte daher der Kollektivvertrag herangezogen werden.

Das vorliegende Dokument dient lediglich einem informativen Zweck. Rechtlich verbindlich sind ausschließlich die offiziell veröffentlichten Gesetzestexte und der Kollektivvertrag.

Gültigkeitsdauer des Tarifvertrags

Dieser Tarifvertrag wird seit dem 31. Dezember 2016 stillschweigend von Jahr zu Jahr verlängert (Artikel
 3)

Persönlicher und sachlicher Geltungsbereich

Geltungsbereich (Artikel  2)

Der Tarifvertrag gilt für alle Beschäftigten, die mit einem Arbeitsvertrag im Bodenabfertigungsdienst auf Flughäfen gemäß der Liste der Bodenabfertigungsdienste im Sinne des Anhangs des Gesetzes vom 19. Mai 1999 über die Zivilluftfahrt, veröffentlicht im luxemburgischen Amtsblatt (Mémorial) À - N 57 vom 21. Mai 1999, eingestellt sind  (http://legilux.public.lu/eli/etat/leg/memorial/1999/57).

Ausnahme: Arbeitnehmer, die der Kategorie der leitenden Angestellten im Sinne von Artikel L.162-8 Arbeitsgesetzbuch angehören, und Arbeitnehmer, die für eine Stelle im Ausland eingestellt werden.

Vergütung

Lohnzahlung (Artikel 25)

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf ein Monatsgehalt, das sich zusammensetzt wie folgt:

  • ein Grundgehalt gemäß seiner Einstufung in der Gehaltstabelle
  • Zulagen und Prämien

Die Zahlung der Gehälter erfolgt:

  • per Zahlungsauftrag
  • am vorletzten Werktag jedes Monats oder schnellstmöglich im Fall des Ausscheidens
  • anteilig, wenn der Arbeitnehmer nicht den vollen Monat gearbeitet hat

Die Gehaltsabrechnungen müssen so gestaltet sein, dass jeder Arbeitnehmer seine Abrechnung problemlos überprüfen kann. Differenzbeträge beim Gehalt sind spätestens mit der nächsten Gehaltsabrechnung zu beseitigen.

  • Vorübergehende Versetzung eines Arbeitnehmers an einen anderen Arbeitsplatz :
    • Wenn diese Stelle besser bezahlt ist, erhält er (sie) mindestens den Grundlohn/das Grundgehalt dieser Kategorie, wenn die Versetzung länger als sieben (7) Tage dauert.
    • Wenn die Stelle schlechter bezahlt ist, erhält er (sie) den Lohn/das Gehalt für seine/ihre Tätigkeit gemäß den gesetzlichen Bestimmungen. Bei seiner/ihrer Rückkehr an den ursprünglichen Arbeitsplatz ist die Beendigung der Zahlung dieses Lohns/Gehalts nur dann erforderlich, wenn die Dauer der Versetzung auf die besser bezahlte Stelle 6 Monate überstiegen hat.

Weitere Vergütungsbestandteile

Bestimmungen zur Anwendung der Gehaltstabellen und Einstufungen im Anhang (Artikel 26)

Bei der Einstellung eines Arbeitnehmers/einer Arbeitnehmerin werden für die Festlegung des Einstiegslohns/-gehalts die Dienstjahre, in denen er/sie in der gleichen Branche Erfahrung gesammelt hat, und die erworbenen Kenntnisse, die für das Unternehmen nützlich sind, berücksichtigt.

Der Dienstalterbonus darf 10 Jahre nicht überschreiten.

Gehaltserhöhungen gemäß der Tabelle werden an dem Jahrestag ihrer jeweiligen Einstellung wirksam:

Einstellung vom 1. bis 15. des laufenden Monats: Jahrestag

Es handelt sich um den Monat

Einstellung nach dem 15. des laufenden Monats: Jahrestag

Beginn ab dem 1. des Folgemonats

Übergang von einer Gruppe in eine andere

Treten am 1. des Monats nach der Beförderung in Kraft

Der Arbeitgeber kann eine jährliche und zweijährige Erhöhung durch Anwendung von außerordentlichen individuellen Disziplinarmaßnahmen aussetzen. Diese Aussetzung gilt für ein Jahr. Die Leitung setzt die Personalvertretung davon in Kenntnis.

Freie oder verfügbare Stelle in einem Dienst oder einer Abteilung: wird vorzugsweise mit einem internen Arbeitnehmer (interne Beförderung) besetzt, sofern der Arbeitnehmer sich beworben hat und die für diese Stelle erforderlichen Kriterien erfüllt. Jede freie Stelle wird vor Veröffentlichung in der Presse im Unternehmen ausgeschrieben, mit Ausnahme von Stellen, die einen ersten Einstieg in das Unternehmen ermöglichen.

Beförderung

  • Ist nur möglich, wenn diese neue Funktion nach erfolgreichem Abschluss der festgelegten Probezeit tatsächlich und als Haupttätigkeit ausgeübt wurde.
  • Wenn es mehr als sechs Monate lang in einem Berechnungszeitraum von zwölf Monaten ständig zu einer Kumulierung von Funktionen gekommen ist, dann richtet sich die Einstufung nach der höheren Funktion, die als Haupttätigkeit ausgeübt wurde.
  • Jede Beförderung, egal, ob sie innerhalb derselben oder einer anderen Gehaltsgruppe erfolgt, ist, sobald sie wirksam geworden ist, mit einem neuen Lohntarif verbunden, der mindestens dem nächsthöheren Tarif über dem letzten Tarif entspricht, den der/die Arbeitnehmer/in vor der Beförderung bezogen hat.

Zulage, das so genannte „dreizehnte Monatsgehalt“ (Artikel 27)  

Die Beschäftigten haben Anspruch auf ein dreizehntes Monatsgehalt („Jahresabschlusszahlung“).

Diese ist wie folgt gestaffelt:

% Zulage

2. Jahr

25 % des Grundgehalts des Monats Dezember

3. Jahr

50 % des Grundgehalts des Monats Dezember

4. Jahr

75 % des Grundgehalts des Monats Dezember

Ab dem 5. Jahr

100 % des Grundgehalts des Monats Dezember

Wenn der Arbeitnehmer im Laufe des Jahres seinen Dienst antritt, erhält er so viele Zwölftel der Zulage, wie er seit seinem Dienstantritt volle Monate gearbeitet hat.

Wenn der Arbeitnehmer im Laufe des Jahres aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet, erhält er so viele Zwölftel des letzten Monatsgehalts, wie er in diesem Jahr volle Monate gearbeitet hat.

Wenn der Arbeitnehmer Elternzeit nimmt, erhält er so viele Zwölftel der Zulage, wie er in dem Jahr Monate gearbeitet hat.

Angebrochene Arbeitsmonate von mehr als 15 Kalendertagen werden als ganzer Arbeitsmonat gerechnet.

Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht für Arbeitnehmer, die auf Probe eingestellt werden und den Arbeitgeber vor ihrer endgültigen Einstellung wieder verlassen.

Gewinnbeteiligung (Artikel 28)  

Die Arbeitnehmer haben Anspruch auf die Zahlung einer Gewinnbeteiligungsprämie zu den zwischen den Vertragsparteien festgelegten Bedingungen und Modalitäten.

Stellenzulage für Arbeitnehmer, die vorwiegend eine manuelle Tätigkeit ausüben (Artikel 29)

Die Höhe der Zulage für die Stelle als Fahrer wird auf 10 EUR (Ind. 100) festgelegt und ist an die Entwicklung des Lebenshaltungsindex gebunden.

Voraussetzungen

  • Wird nach einer erfolgreich absolvierten Probezeit von 80 Stunden, möglichst innerhalb eines Monats, unter der Voraussetzung gewährt, im Besitz einer Bescheinigung über sicheres Fahren (attestation de conduite en sécurité (ACS)) oder eines gültigen Führerscheins zu sein, der von einer bei der Unfallversicherung akkreditierten Stelle ausgestellt wurde, und auf Vorschlag des Abteilungsleiters
  • Die Zulage wird auf Vorschlag des Abteilungsleiters am 1. des Monats gewährt.
  • Die übrigen Stellenzulagen (Towing / Push Back u. a.) sind an die Entwicklung des Lebenshaltungsindex gebunden.
  • Sollte dem Unternehmen aus Unachtsamkeit oder aufgrund eines dem Arbeitnehmer anzulastenden Fehlers ein Schaden entstehen oder die Ausführung seiner Arbeit Anlass zu Kritik geben, kann die Zulage durch einen schriftlichen Beschluss des Arbeitgebers gestrichen oder ausgesetzt werden. Die Arbeitnehmervertretung wird davon in Kenntnis gesetzt.

Personalverpflegung (Artikel 31)

Die Beschäftigten haben Anspruch auf Verpflegung, entweder über eine Kantine oder ansonsten auf einen Essenszuschuss (Verpflegungsscheck), dessen Betrag auf 8,40 EUR festgelegt wird, wobei der Eigenanteil der Beschäftigten höchstens 3 EUR beträgt. Es werden mindestens 220 solcher Verpflegungsschecks pro Jahr ausgestellt.

Arbeitszeit

Der Arbeitnehmer muss sich genau an die vorgesehenen Dienstzeiten halten.

Abwesenheiten während der Arbeitszeit sind ohne vorherige Genehmigung des zuständigen Abteilungsleiters oder seines Vertreters/seiner Vertreterin nicht zulässig, es sei denn für ärztliche Untersuchungen und mit Ausnahme der genau festgelegten Fehlzeiten (Artikel 10)

Arbeitszeit (Artikel 11)

Bodenpersonal

Arbeitszeit

40 Stunden/Woche auf Grundlage eines monatlichen Berechnungszeitraums

Teilzeit: Berechnungszeitraum anteilig oder unterschiedlich für spezifische Dienstleistungen und zwischen den unterzeichnenden Gewerkschaften und dem Arbeitgeber ausgehandelt

8 Stunden/Tag

Teilzeit: zwischen 4 und 8 Stunden (außer im Fall eines ausdrücklichen Antrags des Arbeitnehmers auf Ausnahmeregelung und im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber)

Berechnungszeitraum (nur nach Rücksprache mit den Sozialpartnern veränderbar):

  • Höchstens 10 Stunden/Tag
  • Höchstens 48 Stunden/Woche

Gilt nicht als Arbeitszeit

Umkleidezeit

Pause

Mindestens 30 Minuten

  • Frühestens 3 Stunden und spätestens 6 Stunden nach Arbeitsbeginn
  • Beschäftigte müssen sich während der Pause weiterhin ausstempeln
  • Im Rahmen der unregelmäßigen Arbeit werden 15 Minuten der 30-minütigen Pause vergütet

Eine lokale Arbeitszeitregelung findet keine Anwendung

  • auf leitende Mitarbeiter, die eine Führungsposition innehaben und deren Präsenz für die Aufsicht und die Betriebsabläufe unerlässlich ist
  • auf Personal, zu dessen Aufgaben auch regelmäßige Auslandsreisen gehören, sofern es bei der Organisation seiner Arbeit und Arbeitszeiten über viel Selbständigkeit verfügt

Teilzeitarbeit

Zur Schaffung von Teilzeitstellen à ist der gemischte Ausschuss anzuhören.

  • Interne Ausschreibung freier Stellen
  • Über freie Stellen sind als Erstes Beschäftigte zu informieren, die bereits Interesse an einer Teilzeit- oder Vollzeitstelle bekundet haben
  • Anträge auf Teilzeitarbeit: in Schriftform, per Einschreiben zu übermitteln oder gegen Unterschrift vor dem geplanten Beginn des neuen Beschäftigungsgrads persönlich auszuhändigen

Im Fall einer Ablehnung: schriftliche, begründete Antwort innerhalb einer angemessenen Frist vor dem geplanten Beginn des neuen Beschäftigungsgrads

Je nach Schwere der familiären Situation behält sich der Arbeitgeber in Abstimmung mit der Personalvertretung vor, über einen solchen Antrag zu entscheiden und ihm Vorrang einzuräumen, wenn mögliche Bewerber für die zu besetzende Stelle eine gleichwertige Qualifikation und Erfahrung besitzen.

Rechte von Teilzeitbeschäftigten

Das Gehalt und andere geldwerte Vorteile sind proportional zu denjenigen von Arbeitnehmern, die bei gleicher Qualifikation eine entsprechende Vollzeitstelle im Unternehmen innehaben.

Arbeitsorganisationsplan (Artikel 12)

Vor Erstellung eines endgültigen Arbeitsorganisationsplans kann jede(r) Arbeitnehmer(in) seinen/ihren Abteilungsleiter bitten, bestimmten persönlichen Wünschen Rechnung zu tragen.

Jeder Schichtwechsel (Beginn und Ende der Arbeitszeit)

muss zwingend durch eine ununterbrochene Ruhezeit von 11 Stunden unterbrochen werden

Erstellung von Arbeitsorganisationsplänen

Jeder an den jeweiligen Monat angepasste Dienstplan von 4 Wochen muss mindestens ein freies Wochenende von mindestens 3 Tagen, einschließlich Samstag und Sonntag, umfassen

Änderung des Arbeitsorganisationsplans

Der Arbeitgeber achtet auf ein einheitliches, kontinuierliches Tempo und nimmt nur nach Rücksprache mit der Personalvertretung und mit deren vorheriger Zustimmung Änderungen vor.

Umsetzung der Arbeitsorganisationspläne

  • Sie sind der Personalvertretung mindestens 10 Werktage vor Beginn des Zeitraums, auf den sie sich beziehen, zur Stellungnahme vorzulegen.
  • Beanstandungen seitens der Personalvertretung müssen innerhalb von 2 Kalendertagen an den Arbeitgeber oder dessen Vertreter erfolgen, der innerhalb einer weiteren Frist von 2 Kalendertagen eventuelle Berichtigungen vornimmt.
Der/die Arbeitnehmer/in, der/die in seinem/ihrem Dienstplan eine Unregelmäßigkeit feststellt, setzt unverzüglich seinen/ihren Abteilungsleiter bzw. die administrative Geschäftsstelle davon in Kenntnis, der/die ggf. die erforderlichen Vorkehrungen trifft.
  • Die Verteilung bzw. Veröffentlichung der Dienstpläne erfolgt 5 Kalendertage vor Beginn des Berechnungszeitraums.
  • Eine Kopie wird per E-Mail an die Arbeitsaufsicht (Inspection du Travail et des Mines, ITM) geschickt.

Überstunden (Artikel 13)

Als Überstunden gelten

  • die über den Berechnungszeitraum hinaus geleisteten Stunden
  • Die Stunden, die über die im Arbeitsorganisationsplan festgelegten Grenzen hinaus geleistet werden à nur in den im Tarifvertrag vorgesehenen Sonderfällen möglich:
    • Eine Arbeitszeit von mehr als 10 Stunden ist nach vorheriger Abstimmung mit der Personalvertretung oder den betroffenen Arbeitnehmern zu vergüten bzw. auszugleichen.
    • Auf keinen Fall dürfen mehr als 4 Überstunden pro Tag geleistet werden; die tägliche Gesamtarbeitszeit darf 12 Stunden nicht überschreiten, allerdings nur, sofern die tatsächliche Wochenarbeitszeit 48 Stunden nicht überschreitet.
  • Jede Zusatzleistung gegenüber dem Arbeitsorganisationsplan gilt als Mehrarbeit und als unregelmäßige Arbeit und ist zu vergüten bzw. auszugleichen.

Vergütung von Überstunden

Nach Wahl des Arbeitnehmers können Überstunden

  • mit einem Lohnzuschlag von 50 % bezahlt oder
  • mit Ruhezeiten in Höhe von eineinhalb Stunden Freizeit pro geleisteter Überstunde abgegolten oder durch eine Mischung aus beiden entschädigt werden.
  • Werden Überstunden nicht durch Freizeit ausgeglichen, sind sie mit einer Zulage von 50 % mit der nächsten Gehaltsabrechnung zu vergüten.
  • Teilzeit: die tatsächliche tägliche und wöchentliche Arbeitszeit darf die im Arbeitsvertrag festgelegte übliche Wochenarbeitszeit um nicht mehr als 20 % überschreiten.

Die Ablehnung des Arbeitnehmers, angesichts eines Unfalls, der sich ereignet hat oder unmittelbar bevorsteht, oder im Hinblick auf dringende Arbeiten, die an den Maschinen oder am Werkzeug zu verrichten sind, oder auf Arbeiten infolge von höherer Gewalt, soweit erforderlich, um eine erhebliche Beeinträchtigung des Normalbetriebs zu vermeiden, Überstunden zu leisten, gilt als Dienstverweigerung und kann zu Disziplinarmaßnahmen führen. Falls Arbeitnehmer verhindert sind, unvorhergesehene Überstunden zu leisten, und dies nachweisen können, müssen sie sich direkt an ihren Abteilungsleiter wenden.

Zuschläge (Artikel 17)

Sonntagsarbeit (Artikel 15)

Zwischen 00.00 Uhr und 24.00 Uhr

Zuschlag: 70 %

Nachtarbeit (Artikel 16)

Zwischen 22.00 und 06.00 Uhr

Zuschlag: 25 %

Feiertagsarbeit (Artikel 14)

26 gesetzliche Feiertage

Zuschlag: 100 %

Wird ein Arbeitnehmer wieder in den Dienst zurückberufen, zahlt das Unternehmen ihm mindestens zwei Arbeitsstunden sowie die Fahrtkosten.

Arbeitserleichterung für Beschäftigte im Alter von mindestens 50 Jahren (Artikel 23)

  • Voraussetzung: Mindestalter 50 Jahre
  • Der Antrag wird vorrangig gemäß den Bedingungen des Tarifvertrags behandelt.

Urlaubsanspruch

Jahresurlaub (Artikel 18)

Grundsatz:

30 Tage

Entstehung des Anspruchs auf Jahresurlaub

Nach 3 Monaten Betriebszugehörigkeit

  • Im ersten bzw. im letzten Arbeitsjahr besteht ein Urlaubsanspruch von einem Zwölftel pro Monat.
  • Falls der Arbeitnehmer Elternzeit nimmt, besteht ein Anspruch auf Jahresurlaub von einem Zwölftel pro gearbeitetem Monat.
  • Angebrochene Arbeitsmonate von mehr als 15 Kalendertagen werden als ganzer Arbeitsmonat gerechnet.

Festlegung des Urlaubszeitpunkts

 

Grundsatz: frei vom Arbeitnehmer festgelegt, muss an einem Stück genommen werden, es sei denn, aufgrund dienstlicher Erfordernisse ist eine Aufteilung erforderlich, die mindestens 2 Kalenderwochen entsprechen muss.

Antwortfrist zur Zustimmung oder Ablehnung der Inanspruchnahme von Urlaub 

Urlaubsdauer

Antwort innerhalb von

- 3 Tagen

3 Werktage

+ 3 Tagen

10 Werktage

Ablehnungen sind zu begründen und bedürfen der Schriftform

Anträge auf Urlaub von höchstens 3 aufeinanderfolgenden Tagen außerhalb der Schulferien und von Spitzenzeiten

Ihnen ist stattzugeben, wenn der Antrag vor dem 12. betreffenden Monats gestellt wird, und vorbehaltlich der Prozentregel für den Urlaubsantritt

Prozentregel für den Urlaubsantritt

Der Arbeitgeber muss garantieren, dass mindestens 20 % pro Schicht (Abwesenheiten nicht eingerechnet) gemeinsam in Urlaub gehen können.

Krankheit während des Jahresurlaubs

Erkrankt ein Arbeitnehmer während seines Jahresurlaubs und hätte ihn diese Erkrankung, wenn er nicht beurlaubt gewesen wäre, an der Ausübung seines Dienstes gehindert, so wird die Zeit seiner Erkrankung nicht auf den Erholungsurlaub angerechnet, sofern der Arbeitnehmer seinen Abteilungsleiter von der Krankschreibung verständigt hat.

Urlaub (Artikel 19)

Urlaub aus sozialen Gründen

Für alle Fälle, die nicht unter Urlaub aus familiären Gründen fallen, führt der Arbeitgeber Urlaub aus sozialen Gründen ein, der auf Einzelfallbasis nach Stellungnahme einer Paritätischen Kommission gewährt wird, der zwei Mitglieder der Geschäftsführung und zwei Mitglieder der Personalvertretung angehören.

Urlaub aus sozialen Gründen wird nach den Bestimmungen für die Vergütung des bezahlten Jahresurlaubs bezahlt.

Treueurlaub

Betriebszugehörigkeit

Tage Treueurlaub

5 Jahre

1 Tag

10 Jahre

2 Tage

15 Jahre

3 Tage

20 Jahre

4 Tage

25 Jahre

5 Tage

30 Jahre

6 Tage

Zusatzurlaub

Arbeitnehmer(innen), die vorwiegend eine manuelle Tätigkeit ausüben und deren Dienst eine Ruhezeit von 44 aufeinanderfolgenden Stunden pro Woche nicht zulässt, haben nach Feststellung durch die Arbeitsaufsicht Anspruch auf einen Zusatzurlaub von 3 Werktagen pro Jahr.

Am Ende eines jeden Jahres wird die Abteilung, der der Beschäftigte zugewiesen ist, die Gesamtzahl der noch verbleibenden zusätzlichen Urlaubstage ermitteln. Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf zusätzlichen Urlaub von 6 Werktagen pro Jahr.

Kündigung des Vertrags

Vertragsende und Kündigungsfristen (Artikel 6)

Nach den Bestimmungen des Arbeitsgesetzbuchs.

Sicherheit und Gesundheitsschutz

Gesundheitsschutz und Sicherheit bei der Arbeit (Präambel)

  • Regelmäßiger Aushang von Informationsblättern zum Thema Gesundheitsschutz und Sicherheit bei der Arbeit
  • Der Arbeitsschutzausschuss nimmt Vorschläge im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit bei der Arbeit entgegen.

Kleiderordnung (Artikel 10)

  • Beschäftigte werden schriftlich über Beanstandungen seitens eines Kunden informiert, die in ihrer Personalakte vermerkt sind. Die Personalvertretung erhält eine Kopie davon, und Einwendungen sind dem Arbeitgeber innerhalb von 1 Monat mitzuteilen.
  • Bereitstellung von Arbeitskleidung einschließlich der gesamten persönlichen Schutzausrüstung je nach Stellenbeschreibung oder wahrgenommener Funktion. Die Beschäftigten sind verpflichtet, diese zu tragen.
  • Die technische Spezifikation der Ausrüstung fällt in den Zuständigkeitsbereich des Sicherheitsbeauftragten und der hierzu benannten Arbeitnehmer und muss dem Ergebnis der Risikoanalyse, die gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen durchzuführen ist, Rechnung tragen.
  • Arbeitskleidung ist nicht unbedingt mit persönlicher Schutzausrüstung gleichzusetzen, und daher muss/müssen der Sicherheitsbeauftragte sowie der/die benannte(n) Arbeitnehmer nur die für die Sicherheit relevanten Teile überprüfen und bestätigen.
  • Im Interesse der Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit sind alle hierarchischen Ebenen gehalten, streng zu überwachen, ob die persönliche Schutzausrüstung getragen wird.

Zulage für die Reinigung der Kleidung

Monatliche Zulage für die Reinigung der blauen Overalls der Beschäftigten

Ausgenommen:

  • das Catering-Personal, für das die Reinigung gemäß den HACCP-Verpflichtungen vom Unternehmen übernommen wird.
  • Personal, für das das Unternehmen aufgrund einer Gesetzesänderung oder aus anderen Gründen verpflichtet ist, die Reinigung auf seine Kosten zu übernehmen.
Höhe der Zulage

4,19 EUR, Index 100, pro Monat, pro Person, zahlbar 12 Mal pro Jahr.

Sie gilt als Bruttozulage zum Lohn/Gehalt und wird zusammen mit der Zahlung der Lohn- bzw. Gehaltszulagen für den jeweiligen Monat gezahlt (die Zulage ist indexgebunden und wird entsprechend den automatischen Anstieg der Lebenshaltungskosten angepasst).

Veränderungen der Zulage

Die Zulage ist variabel und richtet sich nach der Zahl der in dem Monat geleisteten Arbeitsstunden.

Der Bruttobetrag der Zulage wird durch die Zahl der vorgesehenen monatlichen Arbeitsstunden geteilt und mit der Zahl der tatsächlich geleisteten Stunden multipliziert.

In der Zahl der tatsächlich geleisteten Stunden sind die Gesamtzahl der zusätzlich während des Monats geleisteten Stunden sowie die Zahl der freigenommenen Stunden eingerechnet, es werden jedoch die Fehlzeiten und die Krankentage (in Stunden) davon abgezogen.

Für die Monate des Dienstantritts und des Ausscheidens wird die Zulage auf die gleiche Art und Weise anteilig berechnet. Eintrittsdatum vor dem 15. des Monats: Zahlung der monatlichen Zulage in voller Höhe. Eintrittsdatum nach dem 15. des Monats: Zahlung der Hälfte der monatlichen Zulage.

 

Weitere Aspekte (einschließlich branchenspezifische Bestimmungen)

Einstellung und Probezeit (Artikel 5)

Die Beziehungen zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer richten sich nach den geltenden Bestimmungen des Arbeitsgesetzbuchs.

Eigentumsrechte – Geistiges Eigentum (Artikel 10.16)

Der Arbeitnehmer tritt sämtliche Eigentumsrechte in Verbindung mit allen urheberrechtlich oder durch andere Rechte des geistigen Eigentums geschützten oder schutzfähigen Kreationen oder Erfindungen, die von ihm zur Erfüllung seines Arbeitsvertrags entwickelt wurden oder werden, an den Arbeitgeber ab. Die Modalitäten dieser Rechte sind im Tarifvertrag geregelt.

Betriebsordnung (Artikel 37)

  • Zusätzlich zum Tarifvertrag kann es eine Betriebsordnung geben, die mit den unterzeichnenden Gewerkschaften vereinbart wird.
  • Die Bestimmungen der Betriebsordnung dürfen nicht im Widerspruch zu den Bestimmungen dieses Tarifvertrags stehen oder ungünstiger sein als diese. Jede Betriebsordnung sowie jede diesbezügliche Änderung müssen vom gemischten Ausschuss, sofern es einen solchen gibt, überprüft und bestätigt werden.
  • Die freiwilligen Leistungen sind in Betriebsordnungen festgelegt.

Geschenk zum 25. Dienstjubiläum

Wahl zwischen einem Geschenk oder der Zahlung eines Betrags in Höhe des steuerfreien Höchstbetrags (Steuerbefreiungen LIR115.13a.)

Gleichbehandlung und Bestimmungen zur Nichtdiskriminierung

Versicherungen (Kapitel VII)

Erstattung der Kosten für die ärztliche Behandlung eines Mitarbeiters im Auslandseinsatz (Artikel 32)

 

Wenn ein Mitarbeiter des Unternehmens während eines Einsatzes oder einer befristeten Entsendung ins Ausland erkrankt, übernimmt das Unternehmen die Kosten für die ärztliche, chirurgische und klinische Behandlung und Versorgung, jedoch unter Abzug der Beträge, die von den gesetzlichen Sozialversicherungsträgern und den Zusatzversicherungen erstattet werden.

Diese Regelung über die Kostenübernahme durch das Unternehmen gilt nur dann, wenn die Behandlung/Versorgung des Mitarbeiters und die Verschreibung pharmazeutischer Erzeugnisse durch einen vom Unternehmen zugelassenen Arzt erfolgt, außer in Notfällen, in denen es nicht möglich ist, einen zugelassenen Arzt zu erreichen.

Die Regelung findet keine Anwendung, wenn das Unternehmen nachweisen kann, dass die Ursache, die zu diesen Kosten geführt hat, auf den Mitarbeiter zurückzuführen ist.

Versicherungen gegen Personen- oder Sachschäden auf Dienstreisen
(Artikel 33)

Versicherung für Personenschäden und ggf. für Sachschäden, wenn die einschlägigen Kriterien und Bedingungen erfüllt sind, im Fall eines Unfalls eines Beschäftigten auf Dienstreise, der sein Privatfahrzeug nutzt.

Vorsorgeplan
(Artikel 34)

Das Unternehmen gewährt seinem Personal gemäß festzulegenden Kriterien und Bedingungen einen zusätzlichen Vorsorgeplan gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des Gesetzes vom 8. Juni 1999 über die zusätzliche Altersversorgung und die diesbezüglichen Durchführungsverordnungen.

 

Liste der unter den Branchentarifvertrag fallenden Bodenabfertigungsdienste

Die Liste befindet sich in Anhang I.

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